One Louder scheint vor einer halben Ewigkeit erschienen zu sein. Venerea sind nun endlich zurück. Vier Jahre nach ihrem bis dato besten Album, zwei Jahre nach den mehr als grossartigen „Black Beach Recordings“ versuchen sie sich nochmals zu übertreffen. Das schöne daran ist, dass, während sich die meisten Bands die in den Neunziger noch Melodycore zu spielen pflegten wie es eben Venerea oder die Satanic Surfers taten, auflösten, diese Schweden jedoch noch immer die selbe Mucke spielen wie damals. Könnte eigentlich auch negativ verstanden werden, wer aber Weiterentwicklung in diesem Genre erwartet, liegt sowieso falsch. Die einzige Veränderung zu vor vier Jahren ist in der Besetzung, denn am Schlagzeug sitzt neuerdings Rodrigo, der frühere Satanic Surfers Drummer. Mitreissende Hymnen einer schwedischen Band die ein Genre pflegen das fast komplett von anderen Trends überrollt wurde und deshalb innerhalb der Szene nicht mehr so gross Anklang finden wird wie auch schon. „Lean Back In Anger“ hätte vielleicht das nötige Potenzial diesem fast vergessenen Genre zu einem Revival zu verhelfen, wäre die Laufzeit nicht unter dreissig Minuten, denn alles andere haben diese vier Schweden richtig gemacht. Ein weiteres grossartiges Werk von Venerea, das sich problemlos mit „Losing Weight, Gaining Ground“ messen kann.
Eric a.k.a. keingerede