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Samu Project - Far From Going Home

Der berühmte sowjetische Psychologe Pavel Semenov sagte einmal, dass die Reorganisation der bereits bekannten Umwelt, um etwas Neues zu kreieren, Kunst sei und dass das eine Art sei wie der Mensch seinen Wissensdurst stille. Samu Project ist mit einem impressionistischen Gemälde vergleichbar. Würde man leidenschaftslos und kalt agieren, so könnte man sagen, sie machen Indie und vermischen diesen mit Folk. Dahinter steckt jedoch viel mehr.

Mal kommen ruhige Norah-Jones-ähnliche Songstrukturen zum Zug und im nächsten Moment wird man überrumpelt von schnellen, prägnanten und funkigen Basslines während fies im Hintergrund andauernd diese afrikanischen Perkussionsinstrumente lauern. Diese Badener machen es niemandem einfach bei solch einer Unmelodik und einer immensen Vertracktheit. Dabei zeigen sie noch standardisierten Songstrukturen die kalte Schulter. Nicht zu vergessen, dass auch noch die Instrumentalisierung aufs minimale reduziert wurde, was es leider noch viel schwerer macht sich mit dem Werk anzufreunden.

Samu Project ist am ehesten mit Impressionismus oder Kunst generell vergleichbar, weil sie dermassen abstrus sind, dass sicherlich nicht jedermann warm wird damit und, wie bei einem Van Gogh Gemälde, muss man wohl eine gewisse Distanz davon entfernt sein, bis sich das Ganze als ein Gesamtkonzept offenbart. Wer sich eine Kopie von „Far From Going Home“ ergattert, begibt sich auf eine unkonventionelle Reise, wird es jedoch, wenn er sich darauf einlässt und sich viel, sehr viel Zeit nimmt, keinesfalls bereuen, denn sie machen alles anders durch die Zerstörung von alten Traditionen. Alle anderen werden davon nur von einem penetranten Kopfweh geplagt sein.

Eric a.k.a. keingerede

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